Futtermittelallergie

 

Wie äußert sich eine Futtermittelallergie?

 

Bei den Hunden zeigt sich oftmals ein extremer Juckreiz an den Pfoten, den Augen, am Hals und in der Leisten – und Bauchregion, oftmals jucken auch die Ohren und es kommt zu immer wiederkehrenden Ohrenentzündungen. Manchmal ist auch der Magen-Darm-Trakt betroffen und es kommt zu Duchfall und Erbrechen.

Die Ohren sind bei fast allen Fällen von Futtermittelallergien immer mit betroffen,bei jedem fünften Tier sind ausschließlich die Ohren betroffen.

Bei Katzen kommt es seltener zu Symptomen im Magen-Darm-Bereich, dafür ist der Juckreiz am Kopf, den Ohren und in der Halsregion sehr ausgeprägt.

 Durch den Juckreiz kratzt sich ihr Tier sehr oft oder beleckt die juckenden Pfoten exessiv. Durch die permanente Dauerreizung durch Kratzen und Belecken kommt es zum Haarverlust, Hautschädigungen und zur Krustenbildung. Es entsteht eine allergische Dermatitis (Hautentzündung).Offene Hautstellen können sich mit Bakterien infizieren, was zur Verschlimmerung des Juckreizes führt und weitere Sekundärinfektionen zur Folge hat.

 

 

Wie wird die Futtermittelallergie diagnostiziert?

 

Die einzig sichere Methode die Futtermittelallergie festzustellen ist die Ausschlußdiät / Eliminationsdiät. Über einen längeren Zeitraum von 10 Wochen werden nur eine Proteinquelle und eine Kohlenydratquelle gefüttert,die im bisher gefütterten Futter nicht enthalten ist. Wenn unter dieser Fütterung keine Allergiesymptome auftreten, wird im 14 Tage Rhythmus jeweils eine weitere Komponente an Fleisch und eine Kohlenhydratquelle hinzugefügt. Bis es zu einem erneuten Allergieschub kommt, kann es bis zu 2 Wochen dauern, daher erweitert man die Zutaten der Ausschlussdiät nur langsam und allmählich. Sollte man feststellen, dass Allergiesymptome auftreten, lässt man die neue Futtersorte sofort weg und füttert wieder die Ursprungssorte, auf die das Tier nicht reagiert hat. So kann man dann die unterschiedlichen Fleischsorten durchprobieren.

 Fertigfutter ist für eine Ausschlußdiät nicht geeignet, da in der Dose / dem Trockenfutter viele verschiedene Fleisch – und Kohlenhydratsorten vertreten sind und diese oftmals gar nicht deklariert sind.

Auf Leckerlis oder Zusatzfütterung durch die Nachbarschaft ist komplett zu verzichten!

 

Bluttests und die Bestimmung der Immunglobuline IgG und IgE sind umstritten, teuer und helfen nicht wirklich weiter.

 Das IgG ist oft viele Monate nach Kontakt mit dem Allergen noch erhöht, obwohl das Tier lange das Futterallergen nicht mehr gefressen hat.

 Erhöhte eosinophile Granulozyten können ein Parameter für ein Allergiegeschehen sein, muss aber nicht. Daher ist dieser Wert sehr unsicher.

 Die speziellen Bluttest sagen aus, ob das Immunsystem des Tieres auf ein spezielles Futtermittel reagiert, dennoch hat es keine Aussagekraft, dass das Allergen auch die Beschwerden verursacht. Allerdings können negativ getestete Futterkomponenten bedenkenlos gefüttert werden.

 

 

Provokationstest

 

Wenn die allergieauslösenden Komponenten ermittelt wurden, wird ein Provokationstest durchgeführt. Mann füttert das allergieauslösende Mittel und provoziert den Juckreiz. Bei einer Futtermittelallergie würde nach spätestens 14 Tagen der Juckreiz zurückkehren.Kommt es nicht zum Juckreiz, dann wurde der ursprüngliche Juckreiz durch eine andere Krankheit verursacht.

 

copyright by Katja Schwerdt